Erfolgreiche Bilanz und gute Zusammenarbeit

Bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises der Johann-Peter-Hebel-Realschule konnte die Vorsitzende Ursel Scheurer auf zwei erfolgreiche Jahre zurückblicken. Viele Ideen habe man gemeinsam mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium auf den Weg gebracht, so die Vorsitzende. Ein Highlight war die Veranstaltung mit dem bekannten Erziehungsberater Dr. Jan-Uwe Rogge.

Bei den Neuwahlen wurde die bisherige Vorstandschaft im Amt bestätigt. Vorsitzende bleibt Ursel Scheurer, Stellvertreter ist Gert Ruland. Zum Vorstand gehören mit Sandra Schuhmacher, Rita Niedermaier und Mathias Misch drei Beisitzer, sowie Kassier Heiko Bauni und Schriftführerin Birgit Hoffner. Elternbeiratsvorsitzender Thorsten Haas und Schulleiterin Silvia Langhans gehören Kraft Amtes dem Vorstand an.

Im neuen Jahr soll die Ausflugsförderung ausgebaut, Aktivitäten der SMV, die Fühl-Dich-Woche sowie die Garten AG unterstützt werden. Es gibt wieder eine finanzielle Beteiligung am Schuljahresplaner und im Juli wird ein Themenelternabend geplant.

Die Vorsitzende Ursel Scheurer bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern für das tolle Engagement und die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank ging an Kassier Heiko Bauni, der durch die Sepa-Umstellung und die Beitragserhöhung sehr beansprucht war.

Die Vorstandsmitglieder engagieren sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit, obwohl die eigenen Kinder teilweise nicht mehr in die Realschule gehen. Enttäuscht zeigte sich die Vorstandschaft daher über die Resonanz bei der aktuellen Elternschaft. Alle Eltern wurde mit einem persönlichen Schreiben zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Lediglich eine Mutter und ein Vater waren anwesend, worüber sich die Vorstandschaft sehr gefreut hat.

„Es ist sehr bedauerlich, dass so wenig Interesse gezeigt wird. Mit zwei Vorstandssitzungen und der jährlichen Jahreshauptversammlung hält sich der zeitliche Aufwand in Grenzen. Für den Fortbestand des Freundeskreises ist eine aktive Beteiligung der aktuellen Elternschaft unbedingt notwendig“, stellte Ursel Scheurer fest.

Ein Dirndl aus Seide brachte den 1. Platz

Die kreativste Nachwuchsschneiderin des Landes kommt aus Waghäusel

Die kreativste Nachwuchsschneiderin des Landes Baden-Württemberg kommt aus dem Bezirk der Handwerkskammer Karlsruhe. Die frischgebackene Damenmaßschneiderin Sophia Scheurer aus Waghäusel gehört zu den Landessiegern im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks in Baden-Württemberg.

Bei der Preisverleihung im CongressCentrum Pforzheim konnte die Kirrlacherin aus den Händen von BWHT-Präsident Reiner Reichhold und Handwerkskammerpräsident Joachim Wohlfeil Urkunde und Auszeichnung für ihre hervorragende Leistung entgegennehmen.

Profis leisten was – so lautet das Motto des Leistungswettbewerbs des Handwerks, der alljährlich zuerst auf Kammer-, dann auf Landes- und schließlich auf Bundesebene durchgeführt wird. Ermittelt werden jeweils die besten Junghandwerker/-innen eines Gewerkes.

Mit ihrem Gesellenstück hat Sophia Scheurer im Rahmen des Leistungswettbewerbs den 1. Preis für „Die „Gute-Form“ im Handwerk – Handwerker gestalten“ gewonnen. In den ausgewählten Gewerken bewertet der Wettbewerb ästhetische Qualität, schöpferische Phantasie, Formgebung und Gestaltung der Gesellenstücke.

Ihr selbst entworfenes und angefertigtes lila-grünes Dirndl aus Seide bescherte der jungen Schneiderin den ersten Platz. Mit dem Preis in Baden-Württemberg wird das Gesellenstück der 19-jährigen nun auch für den Bundeswettbewerb eingereicht. Außerdem kann sich Sophia Scheurer automatisch für ein dreijähriges Weiterbildungsstipendium bewerben.

Ausgebildet wurde die Preisträgerin von Bettina Hopfgarten, Chefin des Maßateliers Dutzi, das bis vor kurzem ebenfalls in Waghäusel ansässig war.

Heizung und Bad fürs Leben

Kirrlacher Heizungsbau GmbH feierte 50-jähriges Bestehen

Mit vielen Geschäftspartnern, Kunden und Freunden feierte die Firma Kirrlacher Heizungsbau GmbH im Hotel Cristall ihr 50-jähriges Firmenjubiläum.

In seinem kurzweiligen Festvortrag ging Geschäftsführer Walter Heiler nicht nur auf die Geschichte des Unternehmens ein, sondern gab auch einen Ausblick auf die Zukunft. Er sieht sein Unternehmen, wie andere seiner Branche auch, in der Verantwortung für drei wichtige Probleme der Zukunft: Trinkwasserqualität, Energieverbrauch und Fachkräftemangel.

Die Bedeutung der Trinkwasserqualität könne angesichts von Wasserknappheit in vielen Teilen der Welt nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft sei es auch, die Aufgaben die sich aus dem Energiegesetz Baden-Württemberg ergeben zu übernehmen. Gemeinsam mit den Kunden sei darüber hinaus notwendig den Sanierungsstau im Land abzubauen. Dies alles sei vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftemangels nicht einfach zu bewerkstelligen.

Für die Entwicklung seines Betriebs und für qualifizierte Mitarbeiter hat Walter Heiler jedoch stets auch selbst gesorgt. „Wir haben seit Bestehen des Unternehmens erfolgreich über 20 Lehrlinge ausgebildet“, erklärte Walter Heiler stolz.

Die Zukunft des eigenen Unternehmens gestaltet Walter Heiler auch weiter aktiv selbst. Sein Meister André Bender konnte nicht nur sein 15-jähriges Betriebsjubiläum feiern, sondern wurde auch zum Technischen Betriebsleiter des Unternehmens ernannt. Er soll zukünftig weiter mehr Verantwortung übernehmen. „Das Unternehmen erfolgreich zu führen, war nur mit Unterstützung meiner Frau Beate und meiner langjährigen Mitarbeiter möglich“, stellte Heiler fest.

Walter Heiler konnte auch Innungsobermeister Frank Zöller begrüßen. Er beglückwünschte den Firmeninhaber zum Jubiläum des erfolgreichen Unternehmens. Für einen Handwerksbetrieb sei es heutzutage wichtig, sich immer wieder anzupassen. „Sie haben es geschafft, ihr Unternehmen rechtzeitig auf neue Gegebenheiten einzustellen“, bescheinigte der Innungsobermeister. Er wünschte dem Unternehmen auch weiterhin viel Erfolg.

Die Firma Kirrlacher Heizungsbau GmbH besteht seit 1965. Damals gründete Helmut Kremer das Unternehmen Helmut Kremer Zentralheizungen in Kirrlach. Erster Kunde des jungen Unternehmens war damals Waghäusels Alt-Bürgermeister Robert Straub, der ebenfalls an der Jubiläumsfeier teilnahm.

Im Jahre 1984 übernahm dann der Heizungs- und Lüftungsbaumeister Walter Heiler die Geschäftsführung und wandelte das solide Einzelunternehmen in eine GmbH um. Er war 1971 als Lehrling in das Unternehmen eingetreten. Heute beschäftigt er im Unternehmen sechs Mitarbeiter.

1993 wurde mit dem Bau des neuen  Firmengebäudes begonnen, das ein Jahr später eingeweiht werden konnte. Von hier aus liefern und montieren die Mitarbeiter Heizungs- und Sanitäranlagen, Solaranlagen und Wärmepumpen. Von der einfachen Heizungsanlage bis zu Pufferspeicherung mit Solarnutzung und Zisterneneinspeisung für Regenwassernutzung erstellt das Unternehmen technische Konzepte. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld ist die Wartung und Instandsetzung von Heizungsanlagen, Revisionen und Störungsdienst.

Schallendes Gelächter für ernstes Thema

Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge begeisterte seine Zuhörer

Während der Veranstaltung flossen Tränen, so sehr lachten die rund 300 Zuhörer im Katholischen Pfarrzentrum „Alfred-Delp-Haus“ in Kirrlach. „Pubertät – Loslassen und Haltgeben“ lautete der ernsthafte Titel des Vortrags von Erziehungsexperte Jan-Uwe Rogge.

Der bekannte Familien- und Kommunikationsberater, Bestsellerautor war auf Einladung des Freundeskreises der Johann-Peter-Hebel-Realschule zu dem Vortrag nach Waghäusel gekommen.

„Wir wollen die Eltern unserer Realschüler mit solchen Veranstaltungen auch außerhalb der Schule unterstützen“, erläuterte Ursel Scheurer, die Vorsitzende des Freundeskreises der Johann-Peter-Hebel-Realschule, das Ziel der Vortragsveranstaltung.

In bester Kabarett-Manier plaudern Rogge an diesem Abend insgesamt mehr als 90 Minuten über die ungeschminkte Wahrheit des Alltags mit pubertierenden Jugendlichen. Mit Humor, seiner 30-jährigen Erfahrung und seiner fundierten Kompetenz zeigte er humorvoll Wege, wie Eltern lernen, loszulassen und Halt zu geben. „Ihr wartet auf Tipps, oder“, fragte er zu Beginn. Die gab es dann auch reichlich, allerdings verpackt in Geschichten über Pubertierende und ihre Eltern. An den Reaktionen des Publikums merk man dass er dabei stets den Nagel auf den Kopf traf und fast allen die geschilderten Erlebnisse bekannt vorkamen. Eine seiner Erkenntnisse: „Man kann es Pubertierenden nicht recht machen“. Daran sollten auch Eltern denken, die glauben sie müssten in der Kindererziehung alles anders machen als ihre Eltern.

„Pubertierende wollen Grenzen überschreiten und überschreiten sie auch. Das ist völlig normal“, erklärte Rogge. Wichtig sei, dass Eltern als Personen agieren und in die Konfrontation mit ihren Kindern gehen. Dabei müssten sie auch Grenzen setzen, das würden ihr Kinder übrigens auch erwarten.

„Pubertierende zu begleiten setzt eine Haltung voraus. Diese erfordere Dankbarkeit und Demut. Dankbarkeit für die Kinder, so wie sie sind und Demut „aus der Erkenntnis zu wissen was man ändern kann und was nicht“.

Seine Lieblingsgeschichte zum Verhältnis zwischen Eltern und Pubertierenden sei aus der Bibel die Geschichte vom verlorenen Sohn. So wie der Vater seinen Sohn annehme, müsse man auch zu seinen Kindern stehen, auch wenn sie gerade schwierig seien.

„Bei der Erziehung eines Pubertierenden weißt Du nicht, was am Ende dabei herauskommt“, rief Rogge seinen Zuhörern zu. Er tröstete sie aber auch mit der Aussage: „Da wächst eine tolle Generation heran, sie ist nur anders“.

Der schönste LKW kommt aus Kirrlach

Mercedes zeichnet den Truck von Daniel Herm aus

Der derzeit bundesweit schönste Truck kommt von der Spedition HermTrans aus Kirrlach. Das hat das Magazin „ROUTE“, eine Zeitschrift der Mercedes-Benz AG für LKW-Fahrer, in ihrer aktuellen Ausgabe festgestellt.

Das Magazin hatte bei verschiedenen Ausschreibungen im Rahmen eines Fotowettbewerbes bundesweit den schönsten LKW gesucht. In dem Wettbewerb wurden Design, Aufdrucke und Schriften der einzelnen Fahrzeuge von einer Jury bewertet. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift wurden nun die Sieger bekannt gegeben. Der neue Actros von Daniel Herm aus Kirrlach landete auf dem ersten Platz und der junge Unternehmer wurde zum Bundessieger gekürt. Von der Redaktion der Zeitschrift wurde die Gestaltung des LKW von Daniel Herm als „Denkmal für Carl Benz“ gelobt.

Die Liebe zu den Lastkraftwagen wurde Daniel Herm sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Sein Vater Roland Herm jr. betreibt seit Jahren in Waghäusel die Spedition HermTrans. Bereits mit 10 Jahren rangierte Daniel Herm die größten LKW über das Firmengelände. Was lag da nach dem Realschulabschluss näher, als eine Lehre zum Berufskraftfahrer zu absolvieren. Die Ausbildung erfolgte im elterlichen Betrieb. Anschließend schloss er eine Zusatzausbildung als Speditionskaufmann ab. Heute ist Daniel Herm als Juniorchef bereits für den Betrieb mit verantwortlich, fährt selbst und gestaltet seine LKW mit Liebe zum Detail für das Fahrzeug.

Noch haben wir eine Chance

Franz Alt machte in Waghäusel „Lust auf Zukunft“

Die alten Energieträger wie Kohle, Gas, Öl und Uran sind für die Zukunft zu teuer, weil sie zu Ende gehen. Diese Feststellung nahm der Journalist Franz Alt zum Ausgangspunkt seines Vortrages zum Thema „Unsere Zukunft – Die drei großen „E“ Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Energieeinsparung “ im Kirrlacher Pfarrzentrum. Eingeladen hatte dazu die Firma Kirrlacher Heizungsbau im Rahmen ihrer Informationsreihe. Die Firma Kirrlacher Heizungsbau hat vor zwei Jahren diese „Expertenrunde“ ins Leben gerufen. Mit den Veranstaltungen informiert das Unternehmen von Zeit zu Zeit Kunden und interessierte Öffentlichkeit über Neuigkeiten in der Heizungs- und Umwelttechnik.

„Wir leben in einer verrückten Zeit, in der wir fossile Energieträger weltweit über weite Strecken bis zu uns transportieren, um sie dann zu verbrennen“, stellte zunächst Geschäftsführer Walter Heiler in seiner Begrüßung fest. Alle müssten sich Gedanken machen, wie wir die Erde unseren Nachkommen überlassen wollten. Der Fernsehjournalist Franz Alt sollte als Gast des Abends dazu einen Beitrag leisten.

Franz Alt beschrieb in seiner kurzweiligen und faktenbasierten Rede seinen Lösungsansatz für steigenden Energiebedarf und Gefährdung des Weltklimas: Umstieg auf erneuerbare Energien mit intelligenten Lösungen.

„Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz fossiler Brennstoffe, steigendem CO2-Ausstoß und Klimaerwärmung ist nachweislich“, stellte Alt fest. Würden alle fossilen Reserven verbrannt, ergebe sich eine Klimaerwärmung um acht Grad Celsius. Weite Teile der Erde würden dann unbewohnbar. Bereits jetzt gebe es in Afrika 18 Millionen Klima-flüchtlinge. Gleichzeitig schreite die Zerstörung des Planeten durch die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in rasender Geschwindigkeit voran.

Der Einsatz der Solarenergie und anderer erneuerbarer Energieträger bietet laut Alt die Chance umzusteuern und sei eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zur herkömmlichen Energieerzeugung. Der Einsatz von Sonne, Wind und Biomasse sei inzwischen in vielfältiger Form technisch machbar. In der Praxis bedeute dies für die westlichen Industrienationen den Einsatz von Solararchitektur im großen Stil. Durch die intelligente Kombination verschiedener Technologien ließen sich Heizkosten und der Energieverbrauch für jeden massiv reduzieren.

Franz Alt hielt ein flammendes Plädoyer für den Einsatz der Solartechnik und stellte zahlreiche, bereits realisierte Beispiele vor. Intelligente Lösungen seien sozial, ökologisch und wirtschaftlich eine große Chance, so der Journalist, weil sie Arbeit schaffen, die Umwelt schützen und exportiert werden können. Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz sei beispielhaft und werde inzwischen weltweit kopiert. Es sei möglich umzusteuern und „die Erde, unseren Schicksalsplaneten für die nachfolgenden Generationen in einem lebenswerten Zustand zu bewahren“.

„Noch haben wir eine Chance, wir müssen nur damit anfangen“, machte Franz Alt den Anwesenden zum Abschluss Mut, ehe Walter Heiler den Abend beschloss und seinen Gast um Signieren seiner gefragten Bücher ins Foyer des Pfarrzentrums entließ.

Heizungsmodernisierung spart Energie und Kosten

Eine Menge Energie lässt sich durch eine moderne Heizungsanlage und deren richtige Einstellung einsparen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern am Ende auch den eigenen Geldbeutel. Das war das Fazit der Informationsveranstaltung “Rund um die Energieeinsparung“, zu der die Firma Kirrlacher Heizungsbau eingeladen hatte.

Geschäftsführer Walter Heiler, hatte mit Thomas Kilian vom Pumpenhersteller Wilo und  Franz Laiser vom Heizungshersteller Buderus, zwei Experten als Referenten gewinnen können. Sie ließen im voll besetzten Hotel Cristall keine Fragen offen.

Erstaunt reagierten die Zuhörer, als Ihnen Thomas Kilian erklärte, dass die Heizungspumpe einer der größten Stromverbraucher in einem Haushalt darstellt, Licht dagegen den geringsten Anteil am Stromverbrauch habe.  Mit einer modernen Heizungspumpe lasse sich darüber hinaus  auch noch jede Menge Heizenergie einsparen. Nutze man dann noch die Möglichkeiten des hydraulischen Abgleichs, könnten mit bescheidenen Investitionen viel Energie und damit Geld gespart werden.Durch den hydraulischen Abgleich wird der Wasserdurchfluss in den Heizkörpern effizient gesteuert, so dass weniger Energie verbraucht wird.

Franz Laiser  von der Firma Buderus informierte über die Möglichkeiten der Heizungsmodernisierung nach den Vorgaben des Erneuerbare Wärmegesetz Baden-Württemberg  (EWärmeG). Danach muss bei einem Ersatz der alten Heizungsanlage  zehn Prozent der Energie aus regenerativer Erzeugung gewonnen werden. Dies mache den Einsatz von Solarthermie, Wärmepumpe, Biogas  oder entsprechender Wärmedämmung erforderlich. Er erläuterte die Gesetzesvorgaben und stellte den Zuhörern verschiedene technische Lösungsmöglichkeiten.

Auf den Spuren der europäischen Geschichte

Freundeskreis der Hebel-Realschule Waghäusel in Speyer

Sichtlich erfreut waren die Elternbeiratsvorsitzende Ursel Scheurer und Schulleiter Herbert Schöttle über das überaus positive Echo, das der Freundeskreis der Hebel-Realschule auf seine Einladung zu einer historischen Exkursion nach Speyer erfahren durfte. Aus dem Einzugsbereich der Schule waren über 30 historisch Interessierte gekommen, um sich in Speyer auf die Suche nach der Spuren großer Ereignisse der europäischen Geschichte zu machen. Ursel Scheurer zeigte sich deshalb davon überzeugt, „dass dieses Angebot des Freundeskreises nach einer Fortsetzung ruft“.

Als Einstieg in die Führung wählte Artur J. Hofmann die Protestation von 1529 auf dem Reichstag zu Speyer. Ein Ereignis, das auch die Bezeichnung „Protestanten“ für die Anhänger der Lehre Luthers zur Folge hatte. Er zeigte auf, in welch vielfältiger Weise dieses Ereignis in Speyer seine Spuren hinterlassen hat, wobei er besonders auf den Bau der Retscherkirche als Gedächtnis an die Protestation in Speyer und die Geschichte des Patrizierhauses der Retschelins einging. Er interpretierte schlüssig das  Engagement der süddeutschen katholischen Fürsten aus dem Hause Wittelsbach und Habsburg bei der sehr eigenwilligen Domrestauration ab Mitte der 1840er Jahre als Symbol des Ringens um die kulturelle Meinungsführerschaft in Deutschland.

Aber auch am Dom selbst, so zeigte Artur J. Hofmann anschaulich auf, lassen sich an der imposanten Außenfassade  die großen geschichtlichen Ereignisse mit aufmerksamen Auge durchwandern. So sind noch ganz deutlich die Spuren der großen Katastrophe von 1689 zu sehen, als Speyer dem Erdboden gleichgemacht und der Mittelteil des Domes zum Einsturz gebracht wurde. Eine weitere Station der historischen Spurensuche war das Heidentürmchen, eine der wenigen Reste der alten Stadtmauer aus der Zeit vor dem Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Die Bronzegruppe „Fährmann hol über“ im Domgarten erinnert an die Völkerschlacht von Leipzig 1813, wo der Sage nach die acht Könige und Kaiser aus ihrer Gruft im Speyerer Dom aufstanden und sich über den Rhein setzen ließen, um Deutschland in großer Not beizustehen.

Die letzte Station der Führung war die Figurengruppe der Salierkaiser an der alten Festungsmauer. Die Kaiserplastiken, vom Kreuznacher Bildhauer Ludwig Cauer für das Gedenken der Protestation im Jahr 1929 geschaffen, und erst 1966 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, schildern  in dichter symbolischer Aussagekraft das Schicksal dieser Herrscherfamilie.  Heinrich IV. wird im  Kampf  um die Kaiserkrone gegen seinen Gegenspieler Rudolf von Rheinfelden sehr symbolträchtig als Kampf mit einem Löwen gezeigt. Aber auch das Signal der Auflösung des Reichskirchensystems mit dem  Beginn des Investiturstreit zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII wird durch diese Kaiserplastiken eindrucksvoll thematisiert. „Schade nur, dass diese Plastiken dem Verfall überlassen werden“, so der einhellige Kommentar der Exkursionsteilnehmer.

Viel Bewegung beim Schulfest der Goetheschule

Kirrlacher Schule präsentierte eindrucksvoll ihr Schulprofil

„Bewegte Goetheschule“ lautete das Motto des diesjährigen Schulfestes der Goetheschule in der Kirrlacher Rheintalhalle. Alle Darbietungen der Schülerinnen und Schüler orientierten sich daran und unterstrichen eindrucksvoll das Schulprofil.

Rektor Peter Prestel konnte zahlreiche Gäste in der bunt dekorierten Rheintalhalle begrüßen, darunter auch Thomas Deuschle, den Ersten Beigeordneten der Stadt Waghäusel. Prestel bedankte sich bei den Eltern, die den kompletten wirtschaftlichen Teil des Festes übernommen hatten, beim Kollegium für die intensiven Vorbereitungen sowie bei den Schülerinnen und Schülern für ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm.

Den musikalischen Auftakt bildete die AG „Musikalische Früherziehung“ unter der Leitung von Konrektor Manfred Klein. Alle Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer der Goetheschule sangen auf der Bühne gemeinsam ein selbst gedichtetes Lied, das die bewegte Schule thematisierte.

Im 45-Minuten-Rhythmus zeigten die Klassen, was sie zum Motto passend eingeübt hatten. Den Anfang machten Noelle Widmann und Antonia Scheurer mit einem graziösen und Tanz, der viele artistische Elemente enthielt und für den sie entsprechend viel Beifall ernteten.

Bewegungsreich ging es mit Seilspringen weiter. Die Klasse 4a und die Mädchen der Hauptschule zeigten, wie vielfältig und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden mit Seilen gehüpft und gesprungen werden kann. Nicht nur im Sportunterricht sondern auch in den Pausen wurde und wird an der Goetheschule Bewegung großgeschrieben.

In einem weiteren Vorführungsblock wurde dem begeistert mitgehenden Publikum etwas fürs Auge und auch für‘s Ohr geboten. Die erste Klasse zeigte einen Ententanz in originellen Kostümen, die von den Eltern angefertigt wurden. Die zweiten Klassen boten eine Zirkusnummer, ebenfalls in entsprechenden Kostümen und mit zirkusreifen Sequenzen. Die Klasse 4b zeigte einen Formationstanz mit gymnastischen Elementen und exakt synchronen Bewegungen.

Die Hauptschulmädchen tanzten begeistert und sehr rhythmisch zum Ohrwurm „YMCA“ und erhielten dafür verdientermaßen großen Applaus der Zuschauer. Die Klassen 3a und 3b zeigten ihre Freude an der Bewegung durch eine Darbietung mit Hulla-Hoop-Reifen. Minutenlang ließen sie die Reifen um die Taille kreisen, rollten sie über die Bühne und hüpften mit ihnen wie mit einem Springseil.

Den letzten Programmblock gestalteten Hanna und Paula Bauni, Emely Glück und Luisa Senger aus der Klasse 3 b mit ihren Einrädern. Sie fuhren auf der Bühne mit einer sehenswerten Sicherheit und zeigten artistische Figuren.

Nicole Johann hatte während des ganzen Nachmittags mit allen Kindern, die sich dafür interessierten, einen Tanz eingeübt, den sie dann mit einer fetzigen Musik dem hervorragend mitgehenden Publikum präsentierte. Es war schon erstaunlich, was man in einer solch kurzen Zeit mit über 40 Kindern von 3 bis 12 Jahren einüben und dann auch noch vorführen kann.

Der Schlusspunkt des offiziellen Teils war dann die Verlosung der wertvollen Tombola-Hauptpreise, die von den Unternehmen der Kirrlacher Geschäftswelt und den Eltern gespendet wurden. Mit der gemeinsamen Aufräumaktion klang das sehr gelungene Schulfest aus.

Grundschüler begeisterten Senioren

In der Cafeteria des Lußhardtheims ist was los

Waghäusel-Kirrlach (js). Einen  Nachmittag mit Kaffee und Musik haben die Grundschüler der Klasse 3b der Goetheschule für die Bewohner des Lußhardtheimes gestaltet. Die Grundschüler präsentierten unter der musikalischen Leitung ihrer Klassenlehrerin Vera Roth den zahlreichen Besuchern bekannte Frühlingslieder.

Die Goetheschule pflegt den regelmäßigen Kontakt mit dem Lusshardtheim. „Von den Treffen profitieren nicht nur die alten Menschen, die einen abwechslungsreichen Tag erleben, sondern auch unsere Schüler lernen viel im Umgang mit den alten Leuten“, lobt Konrektor Manfred Klein die Treffen.

Erfreut zeigte sich auch der 1. Vorsitzende des Freundeskreises, Manfred Schuhmacher, über die tolle Resonanz der Veranstaltung. Er dankte auch den Eltern der Kinder für die vielen Kuchenspenden. Seit über einem Jahr organsiert der Freundeskreis Lußhardtheim e.V. in der Regel am dritten Sonntag im Monat einen Kaffee-und Kuchenverkauf. Der Erlös geht in die Vereinskasse aus der dann zusammen mit den Spendengeldern Vorhaben finanziert werden, die aus dem normalen Etat des Heimes nicht bewältigt werden können. Die Einrichtung eines Kreativraumes, sowie die Anschaffung einer neuen Sitzgruppe im Eingangsbereich des Lußhardtheimes sind die herausragenden Investitionen.